Tarifabschluss M+E Mitte 2010
   
  •  29.03.2010 - Sonderrundschreiben Nr. 6 - M+E Tarifabschluss 2010

  •  1/2010 - Sonderausgabe M+E Zeitung

  •  01.03.2010 - Sonderrundschreiben Nr. 5 - Verhandlungsergebnis...

  • 18.02.2010 - Sonderrundschreiben Nr. 4 - Tarifabschluss...

  • 12.02.2010 - Tarifrundschreiben - M+E-Tarifverhandlungen...

  • 11.02.2010 - Sonderrundschreiben Nr. 2 - Erste Metall-Tarifrunde...

  • 09.02.2010 - Sonderrundschreiben Nr. 1 - IG Metall beschließt...

  • 02.02.2010 - Sondierungsgespräch M+E MITTE zur Tarifrunde 2010




    29.03.2010 - Sonderrundschreiben Nr. 6 - M+E Tarifabschluss 2010

    Erklärungsfrist abgelaufen

    • Erläuterungen Tarifvertrag "Zukunft in Arbeit"

    Der M+E-Tarifabschluss 2010 mit dem Verhandlungsergebnis vom 1. März 2010 ist mit Ablauf der Erklärungsfrist am 26. März 2010 bestandskräftig geworden.

    Inzwischen hat der Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen e.V. (METALL NRW) Erläuterungen zum Tarifvertrag „Zukunft in Arbeit“ erstellt, die wir auf die tarifrechtlichen Gegebenheiten in Hessen angepasst haben.

    Selbstverständlich stehen Ihnen unsere Bezirksgruppen und die Tarifabteilung unseres Verbandes in Frankfurt jederzeit für weitergehende Erklärungen zur Verfügung.




    1/2010 - Sonderausgabe M+E Zeitung



    Hessen, Pfalz, Rheinland-Rheinhessen, Saarland
    Menschen, Meldungen, Meinungen aus der Metall- und Elektro-Industrie

    • Der Abschluss auf einen Blick
    • M+E-Tarifabschluss: Krisenpaket zur Job-Sicherung
    • Meinung: "Betriebe gestärkt, Job-Sicherung erleichtert"
    • Stimmen zum Tarifabschluss 2010: "Meilenstein der Tarifpolitik"
    • M+E-Industrie: So kommen wir wieder auf die Erfolgsspur
    Sonderausgabe M+E-Zeitung 1/2010 als pdf


    01.03.2010 - Sonderrundschreiben Nr. 5 - Verhandlungsergebnis...

    zur M+E-Tarifrunde 2010 für M+E MITTE erzielt.
    Die Tarifparteien von M+E MITTE haben sich heute unter Leitung ihres Verhandlungsführers Dr. Eduard Kulenkamp mit der IG Metall Bezirksleitung Frankfurt auf die Übernahme des Düsseldorfer Pilotabschlusses vom 18. Februar 2010 geeinigt.


    Die wesentlichen Inhalte des Tarifabschlusses:
    1. Für die Zeit vom 1. Mai 2010 bis zum 31. März 2011 gelten die Entgelttabellen, gültig ab 1. Mai 2009, des Entgelttarifvertrages vom 17. November 2008 weiter.
    2. Die Beschäftigten erhalten für die Zeit vom 1. Mai 2010 bis zum 31. März 2011 einen Einmalbetrag in Höhe von insgesamt 320 € brutto, der in zwei Raten zu je 160 € brutto mit der Entgeltabrechnung für Mai 2010 sowie Dezember 2010 fällig ist. Auszubildende erhalten 120 € brutto, aufgeteilt auf zwei Zahlungen in Höhe von jeweils 60 € brutto.
    3. Mit Wirkung zum 1. April 2011 erhöhen sich die Tariftabellen um 2,7 %.
    4. Tarifvertrag „Zukunft in Arbeit“ (TV ZiA)
    Die in diesem neuen Tarifvertrag vereinbarten Instrumente stellen eine Ergänzung zu den bisherigen Möglichkeiten der Kurzarbeit oder der Arbeitszeitabsenkung nach dem Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung dar und werden grundsätzlich auf freiwilliger Basis genutzt. Die Regelungen treten am 1. März 2010 in Kraft und gelten bis zum 30. Juni 2012. Sie haben somit eine Laufzeit von 28 Monaten. Folgende Modelle stehen zur Verfügung:
    a) Senkung der Remanenzkosten bei Kurzarbeit
    Die tariflichen Sonderzahlungen (Urlaubsgeld sowie betriebliche Sonderzahlung) können durch freiwillige Betriebsvereinbarung gezwölftelt werden, d. h., sie werden anteilig monatlich ausgezahlt. Der Vorteil für den Arbeitgeber liegt darin, dass sich diese Kosten nun proportional zur Arbeitszeit reduzieren.
    b) Absenkung der Arbeitszeit auf unter 30 Stunden
    Die Betriebsparteien können schon heute durch den Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung die wöchentliche Arbeitszeit von 35 auf 30 Stunden absenken. Im Anschluss an eine Regelung nach § 4 Nr. 1 a) können die Betriebsparteien die Arbeitszeit auf bis zu 26 Stunden/Woche mit einem Teilentgeltausgleich absenken.
    5. Die Gegenfinanzierung des flexiblen Übergangs in die Rente wurde bis zum 31. März 2012 erfüllt.
    6. Die beiderseitige Erklärungsfrist wurde für den 26. März 2010, 24:00 Uhr, vereinbart.

    Im Rahmen einer „Ergänzenden Vereinbarung zum TV ZiA“ haben sich die Tarifvertragsparteien zu ihrer Verantwortung bekannt, den beruflichen Einstieg für Ausgebildete zu sichern. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung soll zunächst der Fachkräftebedarf analysiert werden. Ferner sollen gemeinsame Handlungsmöglichkeiten, berufliche Perspektiven und die Weiterbildung von Ausgebildeten besprochen werden. Bis spätestens 30. September 2010 wollen die Tarifvertragsparteien dann prüfen, ob die Aufnahme von Tarifverhandlungen hierzu sinnvoll ist.

    „Wir haben im Geist des pragmatischen Krisenmanagements, das wir erfolgreich mit der IG Metall seit eineinhalb Jahren durchführen, zügig eine krisenangepasste Einigung hinbekommen. Die Beschäftigungssicherung mit bemerkenswerten Möglichkeiten zur Kostensenkung ist in der aktuellen wirtschaftlichen Lage wichtig. Die geteilte Entgelterhöhung aus niedriger Einmalzahlung und Tabellenerhöhung kann man wegen der langen Laufzeit vertreten“, sagte M+E MITTE-Verhandlungsführer Dr. Eduard Kulenkamp in einer ersten Bewertung nach dem Abschluss.

    18.02.2010 - Sonderrundschreiben Nr. 4 - Tarifabschluss...


    zur M+E-Tarifrunde 2010 in Nordrhein-Westfalen.
    Heute wurde für das Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen ein Verhandlungsergebnis mit folgendem Inhalt erzielt:

    • Die im April auslaufenden Entgelt-Tarifverträge werden für 11 Monate verlängert. Die Beschäftigten in der M+E-Industrie erhalten zwei Einmalzahlungen von je 160 (Auszubildende: je 60) Euro, die am 1. Mai und am 1. Dezember 2010 ausgezahlt werden. Zum 1. April 2011 werden die Tabellenentgelte für eine Laufzeit von 12 Monaten um 2,7 Prozent erhöht. Der Beginn dieser Tabellenerhöhung kann durch freiwillige Betriebsvereinbarung um zwei Monate nach vorne oder hinten verschoben werden.
    • Mit dem neuen Tarifvertrag Zukunft in Arbeit (ZiA) werden die Kosten der Kurzarbeit gesenkt, indem Urlaubs- und Weihnachtsgeld auf 12 Monate verteilt und in die Berechnung des Kurzarbeitergeldes einbezogen werden. Zudem schafft dieser Tarifvertrag eine freiwillige, bis Mitte 2012 befristete Alternative zur gesetzlichen Kurzarbeit: Die Arbeitszeit kann bis auf 26 Stunden sinken, die Arbeitnehmer erhalten einen Teilentgeltausgleich.
    Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat diesen heute in Düsseldorf vereinbarten Tarifkompromiss für die Metall- und Elektroindustrie einstimmig angenommen und zur Übernahme für die anderen Tarifgebiete empfohlen.

    Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser erklärte, dass die Tarifparteien mit diesem Abschluss ein eindrucksvolles Zeichen gemeinsamen Krisenmanagements gesetzt hätten. Mit dem „Krisenpaket 2010“ hätten beide Seiten auf gewohnte Rituale verzichtet, den Erhalt der Arbeitsplätze in der Krise erleichtert, den Betrieben für die nächsten 25 Monate Planungssicherheit gegeben und die Entgelterhöhungen in einem vertretbaren Rahmen gehalten.
    Über den weiteren Fortgang werden wir zeitnah berichten.


    12.02.2010 - Tarifrundschreiben - M+E-Tarifverhandlungen...


    in Baden-Württemberg vertagt.
    Beide Seiten haben sich darauf verständigt, die Verhandlungen auf den 18. Februar 2010 zu vertagen.


    Als „bei weitem noch nicht einigungsfähig“ haben die baden-württembergischen Metallarbeitgeber den Stand der vorgezogenen Tarifgespräche für die baden-württembergische M+E-Industrie bezeichnet. Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes SÜDWESTMETALL, Dr. Rainer Dulger, sagte nach der ersten Verhandlung vom 11. Februar 2010, angesichts der anhaltend prekären Lage der Branche benötigten die Unternehmen jetzt Entlastung von den Kosten der Beschäftigungssicherung. Mit ihren außergewöhnlichen Anstrengungen für die Sicherung der Arbeitsplätze in den vergangenen eineinhalb Jahren seien die Betriebe inzwischen an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. „Wir liegen derzeit noch ein großes Stück auseinander“, erklärte Dr. Rainer Dulger. Die IG Metall fordere in erster Linie Beschäftigungssicherung, was die Unternehmen viel Geld koste. Vor diesem Hintergrund sei ein krisengerechtes Gesamtpaket aus Beschäftigungssicherung und Entgelt zu bewerten. Das hätten die Arbeitgeber der Gewerkschaft nachdrücklich deutlich gemacht. Man sei an einer möglichst raschen Einigung interessiert, um Betrieben und Beschäftigten schnell Planungssicherheit zu bieten. Beide Seiten hätten sich jetzt darauf verständigt, die Verhandlungen auf den 18. Februar 2010 zu vertagen.

    Baden-Württembergs IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann erklärte, er wolle bis spätestens Ende Februar 2010 einen Abschluss erreichen. Für die Gewerkschaft sei das oberste Ziel die Sicherung von Arbeitsplätzen in der M+E-Branche, wofür unter anderem eine tarifliche Arbeitszeitverkürzung auf bis zu 28 Wochenstunden diskutiert werde. Die IG Metall fordere bei einer Verkürzung zumindest einen teilweisen Lohnausgleich und verlange hierfür von der Politik die Entlastung von Steuern und Abgaben.

    Am Mittwoch, 10. Februar 2010, waren bereits – wie mit Sonderrundschreiben Nr. 2 berichtet – die Tarifverhandlungen für die M+E-Branche in Nordrhein-Westfalen angelaufen. Sie werden am 17. Februar 2010 fortgesetzt.



    11.02.2010 - Sonderrundschreiben Nr. 2 - Erste Metall-Tarifrunde...


    in NRW vertagt / Metall-Tarifverhandlungen im Südwesten beginnen.
    Arbeitgeber und Gewerkschaft haben am Mittwoch die erste Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie 2010 ohne Ergebnis vertagt.

    Die Gespräche in Nordrhein-Westfalen gestalteten sich als «ausgesprochen schwierig», teilten die Arbeitgeber nach siebenstündigen Verhandlungen in Neuss am späten Abend mit. Die angestrebte Beschäftigungssicherung müsse vor allem in Hinblick auf Kostenentlastungen bewertet werden. Der Spielraum für mehr Geld sei wegen der anhaltend schlechten wirtschaftlichen Lage sehr gering. Gewerkschaftsführer Berthold Huber äußerte sich im aktuellen IG Metall-Infodienst „direkt“ dazu: „Wir wollen die Reallöhne sichern. Eine Nullrunde kommt nicht infrage. Ob es eine Einmalzahlung oder prozentuale Erhöhung gibt, ist offen“.

    Beide Seiten vereinbarten, die Verhandlungen am Aschermittwoch in Düsseldorf fortzusetzen. In Sondierungsgesprächen hatten die Tarifparteien in den vergangenen Wochen über das Thema Beschäftigungssicherung eine Annäherung erzielt.

    Der Bezirksleiter der IG Metall in NRW und Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Oliver Burkhard, sieht weiterhin Chancen für einen Tarifvertrag «Zukunft der Arbeit». Dem Ziel Beschäftigungssicherung sei die IG Metall in den Gesprächen ein Stück näher gekommen. Die Arbeitgeber sprachen von Fortschritten in Randgebieten. Zum geplanten Jobpaket gehöre aber auch mehr Geld, betonte Burkhard. «Ich erwarte, dass die Arbeitgeber sich sehr schnell sehr deutlich bewegen.»

    Die Tarifverhandlungen für die 740 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg starten heute. Ziel ist eine schnelle Sicherung von Arbeitsplätzen in der massiv unter der Wirtschaftskrise leidenden Branche. IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann strebt bis Ende Februar ein Ergebnis an.


    09.02.2010 - Sonderrundschreiben Nr. 1 - IG Metall beschließt...

    vorgezogene Tarifverhandlungen über Job-Paket und Entgelte. Der IG Metall Vorstand hat heute beschlossen, die Tarifverhandlungen zur kommenden M+E-Tarifrunde vorzeitig aufzunehmen.

    Die IG Metall sieht die Notwendigkeit, mit „zügigen Verhandlungen und einer zügigen Entscheidung“ weiterhin die Arbeitsplätze in der M+E-Branche zu sichern. Mit einem „Job-Paket“ will die Gewerkschaft Beschäftigung sichern und gleichzeitig eine Entgeltlösung anstreben, die „die Reallöhne der Arbeitnehmer absichert“. Sie teilt mit, dass jetzt die Verhandlungen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen aufgenommen werden sollen.

    Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat durch seinen Präsidenten Martin Kannegiesser die Entscheidung der IG Metall positiv kommentiert und darauf hingewiesen, dass „wir einen Punkt erreicht haben, wo wir in offiziellen Verhandlungen konkrete Ergebnisse anstreben sollten. Die Zeit drängt, weil unsere Firmen rasch Planungssicherheit für fällige Entscheidungen brauchen“. Martin Kannegiesser appellierte auch an die Politik, weitere Unterstützung für die Beschäftigungssicherung in den Betrieben zu leisten.



    02.02.2010 - Sondierungsgespräch M+E MITTE zur Tarifrunde 2010


    Am Montag, dem 1. Februar 2010, fand in Darmstadt ein Sondierungsgespräch der Verhandlungsgemeinschaft M+E MITTE mit der IG Metall Bezirksleitung Frankfurt statt.

    Es besteht zwischen den Tarifvertragsparteien Übereinstimmung, dass die M+E-Branche noch länger mit der Wirtschaftskrise und ihren Folgen zu kämpfen hat. Deshalb wollen sie die Gestaltungsmöglichkeiten für einen beschäftigungssichernden Tarifabschluss 2010 ausloten.

    Es geht dabei unter anderem um eine Senkung der Remanenzkosten der gesetzlichen Kurzarbeit und um erweiterte Anwendungsmöglichkeiten des „Tarifvertrages zur Beschäftigungssicherung“, gegebenenfalls auch mit einem gewissen Teillohnausgleich für die zusätzlich abgesenkten Stunden, der die Wirtschaftlichkeit einer solchen Maßnahme aber keinesfalls gefährden darf. Ob Politik und Bundesagentur für Arbeit zur Unterstützung solcher Lösungen gewonnen werden können, wird derzeit geprüft.

    Es wird auch nach weiteren Möglichkeiten gesucht, Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen nach Abschluss der Berufsausbildung zu vermeiden, wobei Vorstellungen der Gewerkschaft nach einer verbindlichen Garantie eine Absage erteilt wurde.

    Über einen neuen Gesprächstermin wurde nicht gesprochen, da die Sondierungsgespräche in den Tarifgebieten Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg weiter fortgeschritten sind.