Duale Studiengänge

Die Dualen Studiengänge sind eine Kombination aus Studium und Berufsausbildung. Der Vorteil dieser "Mischmodelle": Theorie und Praxis sind eng miteinander verzahnt. Am Ende von sieben bis neun Semestern können Studierende neben ihrem Hochschulabschluss auch noch ein Ausbildungszeugnis vorweisen. Duale Partner des Systems sind das Unternehmen als Lernort für die Praxis und die Staatliche / Private Hochschule als Lernort der Theorie.
Hauptmerkmal dualer Studiengänge ist eine enge wechselseitige Integration und inhaltliche Verzahnung von Berufs- oder Ausbildungstätigkeit in einem Unternehmen und theoretischem Wissenserwerb in einer Hochschule oder Akademie. Was Studierende an der Hochschule gelernt haben, probieren sie im Betrieb aus und was sie im Betrieb praktisch erfahren, können sie in der Theorie an der Hochschule direkt nachbereiten.

Über 50.000 Studierende sind derzeit in den über 400 dualen Studiengängen eingeschrieben, die in Deutschland angeboten werden. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der ausbildungsintegrierten dualen Studiengänge wird von Berufsakademien angeboten und mehr als ein Drittel (36 Prozent) von Hochschulen, darunter überwiegend Fachhochschulen. Inzwischen gibt es aber auch mehrere Angebote von Universitäten. Insgesamt kooperieren rund 16.000 Betriebe mit den Akademien und Hochschulen und stellen Ausbildungsplätze für ein duales Studium zur Verfügung.

Die dualen Studiengänge lassen sich zwischen ausbildungsintegrierten und berufsintegrierenden Studienangeboten unterscheiden:

Ausbildungsintegrierte duale Studiengänge

 verbinden ein wissenschaftsbezogenes Studium an einer Hochschule oder Akademie mit einer praxisorientierten Berufsausbildung in einem Unternehmen. Parallel zum Studium mit akademischem Abschluss wird also der Facharbeiterbrief erworben oder die Gesellenprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf abgelegt.

Bei berufsintegrierten dualen Studiengängen

wird die berufliche Praxis sowohl zeitlich als auch inhaltlich mit einem Studium verzahnt. Berufsintegrierende Studienangebote verbinden Studium und Berufstätigkeit meist auf Basis eines Praktikumsvertrages.

Rein berufsbegleitende Studiengänge,

in denen die Praxis zwar zeitlich, nicht aber inhaltlich mit dem Studiengang verknüpft ist, stellen keine dualen Studiengänge dar.

Vorteile bietet das duale Studiensystem den Studenten:

- erhöhte Arbeitsplatzchancen
- geringere finanzielle Belastung ( Vergütung durch Unternehmen)
- Praxisorientierung
- Kurze Studiendauer.
- Studium in kleinen Gruppen
- Dozenten
- Beste Arbeitsmarktchancen
- Finanzielle Unabhängigkeit

Vorteile für Unternehmen

- Qualität frühzeitig sichern und integrieren
- Nachwuchsförderung im eigenen Haus
- Mitsprachemöglichkeit bei der Lehrplangestaltung
- Wissenstransfer für unternehmenseigene Fachkräfte
- Vergabe von Studienarbeiten
- Qualitätsmanagement

Infos zu Zusatzqualifikationen und dualen Studiengängen finden Sie unter den link-Adressen.