Tarifpolitik / 15.12.2010
M+E Mitte - Die Verbände der Metall- und Elektro-Industrie der
Mittelgruppe
PRESSEMITTEILUNG 15. Dezember 2010
M+E Mitte verlängert Tarifvertrag zur
Beschäftigungssicherung unbefristet
Kulenkamp: "Unverzichtbarer
Flexibilisierungsbaustein!"
Frankfurt / Darmstadt. Die
Arbeitgeber der Metall- und Elektro-Industrie aus Hessen, Pfalz,
Rheinland-Rheinhessen und dem Saarland (M+E MITTE) und die IG Metall haben sich
heute für die 400.000 Beschäftigten geeinigt, den Tarifvertrag
Beschäftigungssicherung zu verlängern. Im Unterschied zu früher gilt dieser
Tarifvertrag in den drei Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland nun
unbefristet. Er ermöglicht Mitgliedsunternehmen in schwierigen Lagen, zur
Sicherung von Arbeitsplätzen die Arbeitszeit auf 30 Wochenstunden abzusenken und
das Entgelt entsprechend zu kürzen. Auch sind bei unregelmäßig verteilter
Arbeitszeit langfristigere Ausgleichszeiträume möglich, insbesondere bei den
Zeitkonten.
"Der Tarifvertrag Beschäftigungssicherung ist für die
Mitgliedsunternehmen - neben dem Abkommen zur Standortsicherung, dem
Entgelt-Rahmen-Abkommen und dem neuen Tarifvertrag "Zukunft in Arbeit" - ein
unverzichtbarer Flexibilisierungsbaustein zur Abweichung von tariflichen
Standards in für Unternehmen definierten schwierigen Situationen. Deshalb haben
wir uns auch entschieden, ihn nun ohne Befristung abzuschließen", sagte Dr.
Eduard Kulenkamp, Verhandlungsführer von M+E Mitte.
"Wir brauchen in
unserer mittelständisch geprägten Industrie das Maximum an Flexibilisierung.
Deshalb fordern wir die IG Metall auf, das flexible Instrument der Zeitarbeit
nicht zu beschädigen." Die Zeitarbeit sei viel mehr als nur ein Instrument, um
konjunkturell unübersichtliche Situationen zu überbrücken. Viele
Zeitarbeitnehmer würden in die Stammbelegschaft übernommen. Das gelte gerade für
Fachkräfte, so dass Zeitarbeit ein Einstieg in ein endgültiges
Beschäftigungsverhältnis werde. Wer den Gesetzgeber hier zu pauschalen
Regulierungen ermuntere, beschädige die wirksamste Form der beruflichen
Neuorientierung und vertiefe dadurch den Riss durch unsere Gesellschaft zwischen
Arbeitsplatzbesitzern und Arbeitslosen.
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HESSENMETALL: Leiter Kommunikation und Presse, Dr. Ulrich Kirsch,
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